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Bildungspartnerschaft von Stadtbibliothek und Gemeinschaftsschule

Freitag, der 13te, ein Glückstag! Am Freitag, 13. April um 16.15 Uhr war es so weit, im Veranstaltungsraum der Stadtbibliothek im Kulturzentrum fand die Vertragsunterzeichnung der Bildungspartnerschaft von Stadtbibliothek und Gemeinschaftsschule statt.

Während sich Firmen und Betriebe schon seit längerem als Bildungspartner bewährt haben und auf diese Weise nicht nur das Verständnis der Jugendlichen für die Arbeitswelt fördern, sondern auch geeigneten Nachwuchs finden, hat die Bildungspartnerschaft mit der Bibliothek andere Inhalte. Dass sich die IHK-Bezirkskammer Ludwigburg dennoch in der Unterstützung dieser Partnerschaften so engagiert hat – dafür herzlichen Dank.

Warum Bildungspartnerschaften? Was kann die Stadtbibliothek Schulen bieten und was können die Schulen für die Bibliothek tun?

Die Vermittlung von Medien- und Informationskompetenz ist eine Kernaufgabe von Bibliotheken, sie ist zugleich in den Schulen ein zentrales Lernziel im Rahmen der Vermittlung von Methodenkompetenzen. Denn ohne die die Fähigkeit, den eigenen Informationsbedarf zu formulieren, die geeignete Literatur oder digitale Information zu finden, zu bewerten und sinnvoll zu nutzen, kommt in unserer Wissensgesellschaft, in der das selbstbestimmte Lernen immer wichtiger wird, niemand mehr aus.

Die Stadtbibliothek verfügt über ausgebildete Fachleute auf diesem Gebiet und kann Schülern und Lehrkräften dieses Wissen weitergeben. Das geschieht in mehreren Jahrgangs- und Niveaustufen in aufeinander aufbauenden Schulungsprogrammen, die die Stadtbibliothek für ihre Bildungspartner durchführt. Diese Schulungsprogramme sind ein zentrales Element und werden mit den neuen Vereinbarungen fest in das Schulcurriculum integriert, so dass sichergestellt ist, dass alle Schüler daran teilnehmen. Hinzu kommen weitere individuelle Vereinbarungen zwischen Schule und Bibliothek und konkret benannte Kontaktpersonen, die für einen unmittelbaren Austausch und die Pflege der Partnerschaft zuständig sind.

Warum die Gemeinschaftsschule?

Durch die räumliche Nähe ergibt sich für die Schüler und ihre Schüler ein großer Vorteil – eine Bibliothek mit einem so differenzierten Bestand in der Nachbarschaft zu haben – das gibt es selten. Zum Alltagsbild der Stadtbibliothek gehören schon immer viele Schüler, die dort arbeiten, recherchieren, lernen – oft auch gemeinsam. Die GMS als Innenstadtschule ist also natürlicher Partner einer Bibliothek, die zugleich auch Funktionen einer zentralen Schulbibliothek erfüllt.

Was „gewinnt“ die Stadtbibliothek?

Ziele der Kooperation ist die Optimierung und bessere Abstimmung der Bibliotheksangebote auf die schulischen Bedarfe. Beispielsweise eine thematische Koordinierung der Medienerwerbungen entlang der schulischen Schwerpunkte, gemeinsame Aktivitäten im Rahmen von Projekten und ein kontinuierlicher Austausch zwischen den Partnern. Aus Sicht der Stadtbibliothek ist wichtig, dass alle Schüler während ihrer Schullaufbahn mehrfach in die Bibliothek kommen und die vielfältigen Chancen, die sich dort bieten, schrittweise immer besser kennenlernen.
Das ist nur mit einer engen und verlässlichen Zusammenarbeit erreichbar, wie sie hier angestrebt und auch bereits gelebt wird: u.a. durch die jährliche Beteiligung der Klassenstufen 5 und 6 der GMS als Kinderjuroren am nationalen TOMMI-Kindersoftwarepreis im Rahmen einer Medienkompetenzschulung in der Stadtbibliothek.
Dazu gehört auch eine ständige Weiterentwicklung. Die kontinuierliche Erweiterung der GMS um jährlich eine weitere Klassenstufe und ihr Lernkonzept werden in den nächsten Jahren die gemeinsame Entwicklungsarbeit von Inhalten erfordern um Ressourcen zielgenau einzusetzen.

Die IHK Bezirkskammer Ludwigsburg stand den Partnern beratend zur Seite und hat die Vertragsunterzeichnung vorbereitet.